printlogo
http://www.ethz.ch/
Herzlich Willkommen bei kihz
 
print
  

Walburga Liebst

Die Kräuterfrau:
Walburga Liebst,
Ergotherapeutin und Botanikerin. Autorin
des Buches „Von Baum zu Baum: Ein Führer zu besonderen Bäumen Zürichs.
Führungen für Erwachsene und Kinder im Neuen und Alten Botanischen Garten und in der Sukkulentensammlung Zürichs.
Führungen zu den Bäumen in den Strassen und Parks in Zürich.
Walburga Liebst
Bergstrasse 20
6010 Kriens
Tel. 041 310 54 56
liebst@systbot.uzh.ch

Frau Dr. Walburga Liebst, vom Institut für Systematische Botanik der Universität Zürich, besuchte den Kurs 'Ronja Räubertochter' der kihz Ferienbetreuung im Frühjahr 2011 im Wald.

Lustig ist das Leben im Mattiswald beim Elefantenbach, wenn die Sonne durch das Laubdach scheint und die Amseln in den Bäumen singen. Dann geniesst Ronja Räubertochter das Leben ohne Schule und Hausaufgaben. Ganz ohne Verpflichtungen ist jedoch auch das Waldleben nicht, ohne Migros und COOP kann es sogar ganz schön anstrengend sein.

Jeden Tag ist Ronja mit ihren Geschwistern unterwegs, um für Nahrung zu sorgen. Oft ist eine alte Räuberin dabei, die viel über essbare und giftige Pflanzen weiss. Im Frühling gibt es Gemüse aus den jungen Blättern der Buchen. Auch die frischen Triebe der Brennnesseln sammeln die Alte und die Räuberkinder, daraus kocht die Räubermutter eine gute Suppe (ganz fein wird sie mit dem sauren Rahm, den der Räubervater ganz zufällig in einer Einkaufstasche am Waldrand gefunden hat !!!).

 

Walburga Liebst gibt eine Freiluftlektion in Botanik
Walburga Liebst gibt eine Freiluftlektion in Botanik

Jetzt ist auch Zeit, Erdbeer-, Brombeer- und Himberblätter für den Tee zu sammeln, der später an kühlen Herbstabenden so angenehm wärmen wird. Zum Glück weiss die alte Kräuterfrau auch Rat, wenn Sonja erkältet ist und Halsschmerzen hat, weil es wieder einmal tagelang kalt und nass war im Wald. Dann holt sie von der nahe gelegenen Wiese die Blätter des Wiesensalbei und gibt sie Sonja zum kauen.

Etwas später im Jahr reifen die süssen Erdbeeren am Wegrand, und die Himbeeren auf der Waldlichtung. Die müssen die Süssigkeiten aus dem Kiosk ersetzen. Die alte Räuberin ist sehr streng, wenn die Kinder lernen müssen, die giftigen Beeren des Aronstabs und der Heckenkirsche von den essbaren Früchten zu unterscheiden. Später im Jahr, wenn es langsam kühler wird, sammelt Ronja die Früchte der alten Eichen. Die verarbeitet die Kräuterfrau mühsam zu einem braunen Pulver. Am Sonntagnachmittag kocht sie daraus ihren berühmten Eichelkaffee (der hat bis auf die braune Farbe wenig Ähnlichkeit mit dem Bohnenkaffee, den die Stadtbewohner so lieben).

Arum maculatum (Achtung giftig!)
Arum maculatum (Achtung giftig!)

Geheimnisvoll wird es in der Mittsommernacht. Dann sammelt die Kräuterfrau die Wedel des Wurmfarns. Die Alte glaubt fest daran, dass die Sporen, die auf der Unterseite der Blätter entstehen, unsichtbar machen können. Leider - oder zum Glück- hat es bei Ronja und ihren Freunden nicht funktioniert. Sicher funktioniert dafür das Waldfeuerwerk am 1. August, falls die Räuberkinder fleissig die Sporen des Bärlapps gesammelt haben (Stadtbewohner bestellen die Sporen ganz einfach im Internet). Die winzigen Sporen zischen und verglühen fast so schön wie das Feuerwerk am Zürichsee.

 

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More information

© 2012 ETH Zürich | Impressum | Disclaimer | 8.12.2011
top