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Quelle:
http://www.ethlife.ethz.ch/
articles/campuslife/kihzmat.html
2.5.2007
Christoph Meier
Besuch der Kinderkrippe beim Departement Materialwissenschaft
(cm) „Es schmeckt spannend“, tönte es aus der Kinderschar in einem Korridor des HIL-Gebäudes auf dem Hönggerberg. Dabei war die Gruppe, die letzte Woche im Rahmen des Ferienprogramms der Stiftung Kinderbetreuung im Hochschulraum Zürich das Departement Materialwissenschaft besuchte, erst auf dem Weg zur ersten Demonstration.
Doch der Vorgeschmack trog nicht. Die Faszination der rund 20, fünf- bis achtjährigen Kinder, per Zufall alle Sprösslinge von ETH-Angehörigen, dauerte auch während den Demonstrationen an. In vier Kleingruppen aufgeteilt, erfuhren sie, wie eine Spinne oder Lotusblatt unter dem Rasterelektronenmikroskop aussieht. Neben der Suche nach den Feinstrukturen, beispielsweise den schuppenartigen Oberflächen menschlicher Haare, wollten die jungen Besucher aber auch wissen, wie viel das Gerät koste oder wie das denn funktioniere mit dieser „Elektronenkanone“. Die Antwort mit dem kleinen Einfamilienhaus und den Zurückspickmechanismus schien zu überzeugen.
Eine Idee, was flüssig, fest, gasförmig oder sauer beziehungsweise basisch bedeutet, erhielten die Kinder in einem weiteren Labor. Trockeneis, Rotkohl und Ballone dienten zur Veranschaulichung. Die Warnung vor dem flüssigen Stickstoff liess einen Teilnehmer mutmassen, dass dieser auch geeignet sein müsse, um Feinde aus der Luft zu bekämpfen. Beim Farbumschlag des Rotkohlsaftes, der durch Beigabe von Säure oder einer Base erreicht wurde, stand dann weniger die Anwendung als wieder das Phänomen selbst für die Jungforscher im Vordergrund.
Anwendung beziehungsweise Handanlegen war auch beim dritten Posten angesagt. Hier konnten die Kinder mit Zinn das ETH-Logo giessen und nachher feinschleifen, was auch lustvoll getan wurde. Für einen Teilnehmer stellte dieser ETH-Feinschliff den Höhepunkt des Besuchs dar. Insgesamt erhielt man den Eindruck, dass es dem Departement Materialwissenschaft dank einem kindgerechten Programm und engagierten Demonstrationsleitern gelungen ist, der Kindergruppe die ETH als erlebnisreichen Ort zu präsentieren. Bleibt zu hoffen, dass die positive Sicht auf die Hochschule und die Faszination an Technik über die Pubertät hinaus erhalten bleibt.
Ob Rotkohlforschung, Spinnenelektronenrastermikroskopie oder ETH-Feinschleiffen, den Kindern der Hochschulkrippen gefällt's.
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